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ARCANA OBSCURA

Der Zeit entrissen

Beständig seinen eigenen Weg zu gehen, hat gleichermaßen Vor - wie Nachteile. Einerseits fehlt die potentielle Unterstützung einer breiten Basis, anderseits herrscht völlige Entscheidungsfreiheit. Den Pfad der Unabhängigkeit wählte 1990 Thomas Gäbhard für sein Crossoverprojekt aus Mittelalter, Electro und Weltmusik Arcana Obscura. Mit „Tempus“ erschien vor kurzem eine Zusammenfassung der letzten sechs Jahre, die zum ersten Mal alle Sängerinnen auf einem Album vereint. Neben bisher unveröffentlichten Stücken und Remixen finden sich darauf vier neue Titel, die den eingeschlagenen Kurs vortsetzen.

 

Sechs Jahre auf einer CD, das klingt fast ein wenig nach Abschied.

Thomas widerspricht.

 

Nein keineswegs, es dauert nur eben alles so seine Zeit. In den vergangenen Jahren hatte sich soviel Material angesammelt, Alben wurden geplant und dann wieder verworfen.

Ursprünglich hatte ich ja zum „Lemuria“ Album im Anschluss ein Remix und Outtakes Album geplant, nach dem Weggang, der daran Hauptbeteiligten Sängerin Sabine, habe ich es dann gestrichen. Von diesem Album haben es jetzt immerhin noch 3 Songs auf „Tempus“ geschafft. (Flames (remix), Cuncti Simus (reprise) und Evidence (Lemuria Mix)

Dann entstanden auch Songs die wieder nicht ins Konzept eines neuen Albums passten und so fasste ich den Entschluss einfach wieder so eine Werkschau zu erstellen, auf der ich mal einen aktuellen Überblick geben kann und auch um einmal alle Sängerinnen vereint zu haben.

 

 

Letzteres ist gar nicht so leicht, denn über die Jahre begleiteten Thomas eine ganze Reihe weiblicher Stimmen.

 

So viele Wechsel gab es eigentlich noch gar nicht, Sabine Andres, sie war für die Opernstimme zuständig, verließ die Band ca. 2007 aus beruflichen Gründen. Der Song „Tre Giorni Fa“ ist mit ihr noch aus dem längst vergriffenen Album „Arias“, welches ich als Kleinstauflage bereits 2005 veröffentlichte.

Der zweite Weggang war 2012 mit Sabine Stelzer, die sich nach langem hin und her für ihr anderes Musikprojekt entschied. Das war leider auch ein wenig der Zeitpunkt der die Aktivitäten um Arcana Obscura lähmte.

Und Heike mit dabei seit 2000, war aber nie wirklich weg, hatte sich aber auch 2012 quasi in Mutterschutz begeben. Sie will jetzt aber wieder etwas aktiver mit dabei sein wo es geht, so wie bei dem neuen Song „World in Flames“ und der neuen Version von „Contaminate“.

2013 kamen dann Andrea und Betty dazu und 2014 dann Timea.

Tja Szene mäßig war in den letzten Jahren nicht so viel los, wir hatten vor allem Auftritte bei Worldmusic oder gemischten Festivals, das liegt aber auch daran, dass viele Veranstalter zwar das volle Programm mit Tänzerinnen, Feuershow und allem wollen, dann aber bei der Gage geizig werden.

 

Wie sieht die aktuelle Arcana Obscura Besetzung aus?

Die aktuelle feste Besetzung besteht aus:

Timea Göghova - Gesang,

Andrea Bannert – Gesang, Cister, Ac.Gitarre, Flöten,

Betty Baindl– Gesang, Flöten, Dudelsack, Drehleier....

und mir (Thomas) – Produktion, Keyboards, Percussion und Gesang.

 

Wurden die neuen Stücke in dieser Besetzung eingespielt?

Ja, bei den neuen Songs, sowie bei den Liveauftritten ist nun immer dieses vierer Team beteiligt, und wenn es zeitlich geht ab und zu auch Heike.

 

Den wirtschaftlichen Zwängen stets Rechnung zu tragen, ist leider selbst für Underground-Acts wie Arcana Obscura nicht leicht.

Thomas nimmt es mit Gelassenheit.

 

Was soll man sagen, Erfahrung und Weisheit erlangt man mit der Anzahl der Lebensjahre und davon habe ich schon einige, aber auf Arcana Obscura oder auf die Musik bezogen, muss man sagen wird man einfach realistischer.

Mit Musik heute noch Geld zu verdienen ist schwieriger den je, wenn man das aber mal akzeptiert hat, dann kann man an diesem teuren Hobby wieder unverkrampft Spaß habe

 

Worum geht es inhaltlich bei den neuen Stücken, bzw. was diente als deren Grundlage?

Tempus: Das ist ein lateinischer Text von Ovid über die Zeit. Dass die Zeit verrinnt, man das nicht aufhalten kann, es aber darum geht, sie zu leben.

Ankh: Das sind Textzeilen aus dem ägyptischen Buch der Toten.

Hymn To The God Of Fire: Ist eine atztekische Beschwörung eines Feuergottes. Der Beschwörer hat große Angst, dass es ihm nicht gelingt und er sich vor seinen Ahnen blamiert. Am Ende heißt es: Ich habe euch stolz gemacht, meine Ahnen, die jetzt mit mir tanzen, lasst uns die Halle des Feuers erhellen.

World in Flames: Unsere Welt steht in Flamen, sie ist aus den Fugen geraten und zwar politisch wie umwelttechnisch, man weiß nicht wann man die Kontrolle verloren hat, man könnte etwas tun wenn man nur wollte.

 

Abgesehen von den Rahmenbedingungen sind es aber auch die Themen, mit denen man sich beschäftigt, die für Motivation sorgen. Thomas wählt für seine Stücke gerne aus dem riesigen Fundus der Mythen. Sein Interesse in diesem Bereich ist weit verzweigt und nicht auf einzelne Aspekte beschränkt.

 

So etwas wie einen Lieblingsmythos habe ich nicht. Es ist ein viel zu breites Gebiet und es geht ja um das Mysterium an sich. Ich liebe einfach alles Geheimnisvolle und es hat schon etwas bezaubernd inspirierendes, wenn man solche Orte auf sich wirken lassen kann, seien es jetzt Tempel im Dschungel , versunkene Wüstenstädte oder einfach nur das Moor hinterm Haus, wenn man Abends in einer Glühwürmchenwolke hindurchwandert.

 

Woran glaubst du? (laut einer Umfrage der BILD-Zeitung können sich alle darauf einigen, an die Liebe zu glauben, aber das meine ich nicht mit dieser Frage.)

Ich glaube das man mehr und mehr, gar nichts mehr glauben kann und darf.

 

Für die nächste Zeit lohnt es sich, Kraft zu tanken. Thomas hat viel vor.

Ich habe zur Zeit drei angefangene Arcana Obscura Alben in Arbeit.

Eins das etwas aus der Reihe tanzt, da es ein rein indisch inspiriertes Album wird. Durch meine Zusammenarbeit mit klassisch indischen Tänzerinnen für unsere Shows kamen mehr und mehr Songs von mir zustande, die dann auch von indischen Sängerinnen gesungen wurden, so das ich von diesem Material ein eigenes Album zusammenstellen möchte, da sich diese Songs sonst nicht so gut integrieren lassen.

Dann wird es ein Album mit Timea geben, hier ist es so, das es sich durchaus zum Großteil um ältere Songs handelt die aber teilweise so anders sind, das man sie auch schon als neue bezeichnen könnte. Es ist aber einfach so, das das Publikum bei Konzerten immer die CDs mit den aktuellen Sängerinnen haben möchten.

Diese beiden Alben sollen auf alle Fälle noch in diesem Jahr erscheinen und beim dritten Album arbeiten wir gerade alle zusammen an neuen Songs, zwei davon sind auch schon in unseren Livesets (Ketri Ketri, Warsong).

Im übrigen kann man sich auf unseren Webseiten wie Soundcloud oder Facebook immer über den aktuellen Stand der Dinge informieren.

Ein schöner Service, der die Wartezeit bis zur nächsten scheibe für die Fans verkürzt.